Wissensmanagement im virtuellen, konstruktivistischen Lernumfeld

von Jürgen Karad, Lohmar 2001

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Virtuelles, konstruktivistisches Lernen heißt ergebnissoffenes Lernen.

Voraussetzung ist ein tolerantes Umfeld, sind Wissensträger und Lernende, die erkennen, daß jeder Mensch seine eigene Wirklichkeit in sich trägt und daß keine dieser Wirklichkeiten die einzige, objektive Wahrheit beinhaltet.

Konstruktives Lernen überträgt den Bildungsprozess auf den Lernenden selbst. Das ist eine große Herausforderung aber auch eine große Verantwortung.

Kooperatives Lernen erleichtert den virtuellen Lernprozess.

Abenteuerlernspielplätze (Miniwelten) schaffen Raum für konstruktivistisches Lernen.

Jeder sucht nach seinem Weg.

 
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Lerngruppen, Lernbetreuer, Fachverantwortliche und die Lernumgebung selbst unterstützen diesen Suchvorgang und unterstützen den Lernenden bei einem möglichst gleitenden Übergang vom Spielfeld in die Alltagsrealitäten.

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Lernspiralen

Virtuelle, konstruktivistische Lernansätze können Lernspiralen anstossen, die auf alle Beteiligte ausstrahlen.

Dies beginnt schon mit der Diskussion der Projektträger über die Frage:

"Soll das geplante Bildungsprojekt konstruktivistisch angelegt sein?"

Dabei ist das Für und Wider des ergebnissoffenen Lernens im Zusammenhang mit einer bestehenden Lern- und Unternehmenskultur abzuwägen.

Die Bereitschaft der Entscheidungsträger, neue Wege zuzulassen, ist für sich gesehen in vielen Fällen schon ein Erfolg. Die Lernspirale hat eine Drehung erfahren, deren Bedeutung natürlich nur im Einzelfall abgeschätzt werden kann.

Die nächste Frage lautet:

"Wie gehen wir ein solches Projekt praktisch an?"

Wissensgeber, Projektverantwortliche, Bildungsträger, IT-Verantwortliche müssen sich darüber klar werden, welche Themenfelder zur virtuellen Weiterbildung geeignet sind und wie man sie präsentiert.

Dabei werden die Themen von den Beteiligten zwangsläufig noch einmal aufgearbeitet, denn virtuelle Weiterbildung ist nicht die Kopie des herkömmlichen Lernprozesses.

Einen Buchinhalt zu digitalisieren kann nicht das Ziel und Ergebnis einer virtuellen Lernwelt sein. Die Abbildung von Lerninhalten, das Überdenken bisheriger Lehrkonzepte, die - auch unter Kostengesichtspunkten - optimale Präsentation oder/und der Lernspielplatz schaffen Raum für Lernspiralen aller Projektbeteiligten.

Der eigentliche Projektträger - der Lernende - ist bis dahin an den verschiedenen Lernspiralen überhaupt noch nicht beteiligt.

Erst nachdem die Frage geklärt ist:

"Wie unterstützen wir die Lernenden bestmöglich bei ihrem eigenverantwortlichen Lernprozess?" kommen die Betroffenen selbst ins Spiel.

Ihre Individualität, Spontanität, Vorgehensweise färbt auf Betreuer, Wissensträger, Inhaltegeber und -gestalter und letztendlich auf den Lerngegenstand ab.

Wird dieses Geben und Nehmen, das Ringen um den besten Weg, Motivatoren und Demotivatoren aufgenommen und in neue, verbesserte Lernprozesse umgesetzt, so entsteht eine dauerhafte Lernspirale zum Vorteil der nächsten Generation von Lernenden aber auch zum Vorteil der Gesamtorganisation.

Der Vorteil der virtuellen, technikgestützten Abwicklung besteht darin, daß dokumentierte, nachvollziehbare Lernprozesse losgetreten werden, die allen Beteiligten nutzen können, selbst denjenigen, die heute noch garnicht dazugehören, weil sie erst morgen eingestellt werden und den Lernprozess durchlaufen sollen.

Voraussetzung ist der lange Atem weitsichtiger Entscheidungsträger, die auch ein ausreichendes Budget auf Dauer gutheißen. Unter diesen Voraussetzungen kann sich die Wissensspirale einer quasi unendlichen Geschichte nähern.

Wird fortgesetzt ....

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